Die Luft wird dünner.

SG  TG Nürtingen / TSV Wernau - SV Horgenzell 3:0 (25:18; 25:21, 25:19)
SG TG Nürtingen / TSV Wernau - TSG Eislingen 3:2 (25:21; 22:25; 25:23; 21:25; 15:3)

von Kerstin Schröder

Wernau. Im letzten Heimspiel der Hinrunde mussten die Damen der SG/TG Nürtingen/Wernau nochmal richtig für ihre Punkte kämpfen. Mit einem 3:0 gegen den SV Horgenzell und einem 3:2 gegen die TSG Eislingen bleibt das Team von Reiner Single zwar weiterhin ungeschlagen an der Spitze der Landesliga Süd, doch der Abstand zum Verfolger aus Blaustein hat sich verkleinert. Nur noch ein Punkt trennt die beiden Mannschaften voneinander.

Die Neckarstädterinnen hatten mit dem SV Horgenzell und der TSG Eislingen das deutlich schwierige Los.

Im ersten Spiel gegen die Oberligaabsteiger vom Bodensee kam die Mannschaft zum Glück schnell ins Spiel. Vor allem die starke Blockarbeit von Mittelangreiferin Lilly Kirchner brachte der Heimmannschaft oft den entscheidenden Vorteil. Gepaart mit dem flexiblen Zuspiel von Fenna Renz ließ man den großgewachsenen Horgenzellerinnen wenige Chancen. Mit 25:18 ging man in Führung.

Im zweiten Satz zeigte sich ein ähnliches Spiel. Diagonalspielerin Cara Dolde sorgte für gut platzierte Punkte während Außenangreiferin Susanne Kazmaier mit einer Fünfpunkteaufschlagserie nachlegte. 25:21 hieß es nach Durchgang zwei.

Im dritten Satz waren die SG-Mädels nun nicht mehr zu stoppen. Mit Außenangreiferin Ulla Zimmermann und Mittelblockerin Nadine Gere hatte das Team vor allem im Angriff das bessere Händchen. 25:19 hieß es nach insgesamt 66 Minuten Spielzeit.

Mit dem Anpfiff gegen die TSG Eislingen begann ein völlig neues Spiel. Während man vorher noch auf seine starke Blockarbeit bauen konnte, zeigten sich hier nun die ersten Schwierigkeiten. Vor allem die beiden Linkshänderinnen im Eislingener Team machten es der SG – Abwehr schwer. Doch dank klarer Aktionen von Mittelblockerin Nicole Guillard konnte der erste Satz gewonnen werden.

Doch es schien als würde sich die Mannschaft auf dem 25:21 – Sieg ausruhen, denn in Durchgang war von der SG-Präsenz nicht mehr viel vorhanden. Eine hohe Aufschlagfehlerquote gepaart mit zu wenig Konsequenz im Angriff kostete das Team den zweiten Satz.

Doch auch im dritten Durchgang lief es nicht ganz rund für die Heimmannschaft. Doch die Einwechselungen von Sabine Bauer und Lilly Kirchner brachten den entscheidenden Wind aufs Spielfeld, sodass man den Satz mit 25:23 gerade so für sich gewinnen konnte.

Doch das hatte Kraft gekostet. In Durchgang vier war dann die Luft vollends raus und die Neckarstädterinnen liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Die Eislingerinnen spielten sich in einen kleinen Rausch und zeigte vor allem in der Abwehr starke Aktionen. Mit 21:25 musste man den Tiebreak in Kauf nehmen.

Die Ermahnung von Trainer Single folgte auf dem Fuße: klare Aktionen, Präsenz und Kampfgeist waren gefordert.

Gesagt, getan. Plötzlich schien die Mannschaft wie ausgewechselt. Ulla Zimmermann und Kerstin Schröder setzten die Gäste durch starke Aufschläge so unter Druck, dass von Eislingen keine Gefahr mehr ausging. Mit  einem deutlichen 15:3 servierte man den Bezirksligaaufsteiger im letzten Durchgang ab.

Damit bleibt die SG Nürtingen/Wernau nach 7 Spielen weiterhin ungeschlagen an der Spitze.

In zwei Wochen entscheidet sich in Baustetten, ob sich die Mannschaft von Trainer Reiner Single nach der Hinrunde Herbstmeister nennen kann oder nicht. Spielbeginn beim Tabellendritten ist am Samstag, 14.12. um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle Baustetten.

 

Es spielten: Bauer, Dolde, Ernst, Gere, Guilliard, Kazmaier, Kirchner, Mosantu, Schröder, Warth, Zimmermann