Nervenstärke zahlt sich aus

Am vergangenen Sonntag siegten die SG Volley Neckar-Teck auswärts beim Tabellennachbarn MTV Ludwigsburg II mit 3:1. Ein Sieg der viele Nerven kostete, am Ende aber mit Platz drei belohnt wurde.

von Stephan Lehmann

Krankheitsbedingt blieben SG-Trainerin Lyubka Sharalieva am Sonntag in der Barockstadt nicht viele Wechselmöglichkeiten. Lediglich auf der Zuspielposition konnte die Trainerin variieren. Ansonsten musste sie sich auf ihre sechs Feldspieler verlassen. Trotzdem zuversichtlich startete ihr Team ordentlich in die Partie. Nervositäten auf beiden Seiten hielten das Spiel ausgeglichen. Dann allerdings steigerte sich auf Seiten der Spielgemeinschaft die Eigenfehlerrate. Vergebene Aufschläge, Konzentrationsschwächen in der Abwehr und unüberlegte Angriffe häuften sich und führten zu einem deutlichen Vorsprung der Gastgeber. Mit 25:17 ging Durchgang eins an Ludwigsburg. Erst nach der Satzpause fand die SG zurück ins Spiel. Starke Aufschläge verhinderten die zuvor sehenswerten Angriffe der Ludwigsburger. Zusammen mit dem stärker werdenden Block glich die SG nach einer Stunde zum 1:1 aus. Es war die Wende, auch wenn es am Ende noch einmal knapp wurde. Denn auch nachdem sich die SG die 2:1-Führung sicherte, gab sich der MTV Ludwigsburg nicht geschlagen. Es entwickelte sich in Durchgang vier ein ausgeglichenes Spiel. Lange lagen die Männer von Neckar und Teck vorne, büßten jedoch kurz vor Schluss ihren Vorsprung ein und sahen sich dem Satzball des MTV entgegen. Den drohenden Tie-Break vor Augen kam SG-Zuspieler John Reuße zum Aufschlag – und rettete sein Team. Ein direkter Aufschlagspunkt, ein starker Service mit anschließendem Block von Mittelangreifer Martin Widmann und der Vorteil lag bei den Gästen. Als Reuße dann auch seinen dritten Aufschlag direkt verwandelte, kannte der Jubel bei seinen Teamkollegen keine Grenzen mehr. Mit seiner Nervenstärke rettete der junge Zuspieler drei Punkte und führte seine Mannschaft zurück auf Rang drei. Nach den Ergebnissen des vergangenen Spieltags waren die drei Punkte mehr als wichtig. Denn trotz Platz drei liegen lediglich vier Punkte zwischen dem Tabellenachten SV Fellbach III und dem Team Neckar-Teck.

Ihren Lage verbessern können die Herren bereits am kommenden Samstag. Erstmals lädt die Spielgemeinschaft zum Heimspiel in eine Nürtinger Halle ein. Am Hölderlin-Gymnasium treffen die Männer ab 20 Uhr auf Tabellennachbarn TSV Eningen, der unter der Leitung des ehemaligen Nürtingers Eckhard Bayha auflaufen wird. Vor dem volleyballbegeisterten und oberligaerfahrenen Nürtinger Publikum hofft die Spielgemeinschaft, den nächsten Schritt in Richtung Relegationsplatz zu tun.

So spielten sie: Babinger, Dokla, Frank, Krenn, Lehmann, Melzer, Reuße, Widmann